Interview mit Organisator Ralf Detzner vor dem SuperCup

Der 29. Volksbanken-WinterCup steht vor dem Schlussspurt. Am kommenden Wochenende richten sich die Blicke auf den allesentscheidenden SuperCup. Der Ball rollt am Sonntag, 4. Februar, in der Sporthalle des Schulzentrums in Sundern ab 11 Uhr. 16 Teams ermitteln an diesem Tag den Gesamtsieger des 29. Volksbanken-WinterCups. Beim größten Hallenfußball-Turnier in NRW sind anfangs 143 Teams im Einsatz gewesen. Die Westfalenpost hat mit Turnierkoordinator Ralf Detzner unter anderem über den bisherigen Turnierverlauf, über Favoriten und Enttäuschungen gesprochen.

Westfalenpost: Welches Team hat aus Ihrer Sicht bisher die größte Überraschung abgeliefert?

Ralf Detzner: Ich werde wie immer kein einzelnes Team nennen, finde es aber sehr bemerkenswert, dass sich drei Kreisliga-B-Teams bis in das Finale vorgearbeitet haben.

Westfalenpost: Und welches Team hat für die größte Enttäuschung gesorgt?

Ralf Detzner: Der Titelverteidiger SV Hüsten 09 ist raus. Damit war nicht zu rechnen. Der TuS Sundern scheiterte in der Vorrunde. Das sind sicher nur zwei größere Überraschungen.

Westfalenpost: Hat die Organisation in allen Hallen bisher geklappt?

Ralf Detzner: Die Veranstalter sind einfach spitze. Auf dieses nun schon seit Jahren eingespielte Team ist einfach immer Verlass. Großes Lob für die bisher durchgeführten Turniere und für die jeweiligen Spielorte.

Westfalenpost: Sind Sie bislang mit den Zuschauerzahlen zufrieden, auch mit Blick auf die letzte Auflage?

Ralf Detzner: Die Zuschauerzahlen sind auch bei der 29. Auflage gut. Die Vorrunde besuchten knapp 2 000 zahlende Zuschauer. Bei den vier RegionalCup-Turnieren waren es rund 1 000 Zuschauer. Für das Turnierfinale am kommenden Sonntag in Sundern sind jetzt schon knapp 400 Karten verkauft worden. Es gibt aber auch noch Karten an der Tageskasse. Wie immer zu einem Preis von 6 Euro.

Westfalenpost: Wie hoch waren die Zugriffszahlen auf die Internetseite des Volksbanken-WinterCups?

Ralf Detzner: Diese Zahlen sind schon beeindruckend. Bislang hat es über 60 000 Klicks auf unserer Homepage gegeben. Unter www.vb-wintercup.de erfahren die Teams und Fans alles Wichtige zum Turnier. Von der Routenplanung zu den Spielorten bis zum schnellen Zugriff auf die Spielpläne meiner Lieblingsmannschaft bieten wir eine breite Info-Plattform. Da setzt Rico Schulte bei der Umsetzung wirklich Maßstäbe für Turniere im Amateurbereich.

Westfalenpost: Wie beurteilen Sie das bisherige spielerische Niveau beim diesjährigen WinterCup?

Ralf Detzner: Wie immer wird das Niveau von Runde zu Runde besser. Wir haben im RegionalCup bereits richtig spannende und mitreißende Spiele erlebt. Ich denke da zum Beispiel an den Strafstoß-Krimi zwischen dem B-Kreisligisten SG Eversberg/Heinrichsthal/Wehrstapel und dem Westfalenligisten SC Neheim. Das war schon sensationell und wird sicher im Finale noch einmal getoppt werden.

Westfalenpost: Wie schätzen Sie die Aussichten der Teams aus dem HSK beim SuperCup ein?

Ralf Detzner: Die SG Bödefeld-Henne/Rartal startet als Vizemeister 2017. So ist im letzten Jahr auch der SV Hüsten 09 gestartet und als Sieger aus der Halle gegangen. Der SC Neheim war bislang sehr souverän und hat sicher ein junges Team mit viel Potenzial. Fatih Türkgücü Meschede hat tolle Einzelspieler.

Westfalenpost: Sind Sie mit der Umsetzung der Hallenregeln zufrieden?

Ralf Detzner: Nein. Im Fußballkreis Soest müssen wir mit einem Futsal spielen. In den anderen Kreisen nicht. Die Regelauslegung ist in den Regionen schon sehr unterschiedlich. Auch die „Stopperei“ der Spielunterbrechungen in letzter Minute sorgt für eine nahezu unkalkulierbare Verlängerung der Turnierdauer. Hier müssen sich die Kreise wirklich mal sauber abstimmen und einheitliche Vorgaben festlegen. Futsal ist und bleibt bei den Teams unbeliebt. Ob es der FLVW und DFB wollen oder nicht. Man sollte sich wieder mehr darauf konzentrieren, Rahmenbedingungen für Fußballer zu schaffen und nicht unter anderem aus kommerziellen Gründen den Futsal mit aller Macht versuchen, durchzusetzen.

Westfalenpost: Sind zum jetzigen Zeitpunkt konkrete Veränderungen für die 30. Auflage 2019 zu erwarten?

Ralf Detzner: Ja. Wir werden das Jubiläum nutzen, um weitreichende Anpassungen vorzunehmen. Vereine und Zuschauer dürfen schon jetzt gespannt darauf sein.

Westfalenpost: Mit welchem Argument überzeugen Sie einen Fußball-Fan, den SuperCup live vor Ort in Sundern zu verfolgen?

Ralf Detzner: Hallenfußball mit Rundum-Bande ist absolut attraktiv. Schnelle Spiele, kaum Unterbrechungen, viele Tore und Hochspannung bei den Vergleichen eines spektakulären Teilnehmerfeldes von der B-Liga bis zur Westfalenliga. Das sollte Anreiz genug sein.